Taschenaltas Pathophysiologie

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Taschenatlas Pathophysiologie

Autor: Stefan Silbernagl, Florian Lang

Thieme Verlag, 2019

ISBN: 978-3-13-242913-0

440 Seiten, 39,99€

★★★★

Kurzbeschreibung

Der Taschenatlas Pathophysiologie von Florian Silbernagl und Florian Lang soll laut Klappentext „die ideale Ergänzung zur Physiologie“ darstellen. Mit vielen verständlichen Grafiken werden die noch einmal die wichtigsten Grundlagen der Physiologie erklärt und darauf aufbauend die Pathophysiologie wichtiger Krankheiten.

Zielgruppe

Die Frage nach der Zielgruppe ist durchaus keine leichte: Für die Vorklinik scheint ein ganzes Buch zur Pathophysiologie etwas überdimensioniert, wird auf die einzelnen Erkrankungen und Fehlregulationen doch sehr genau eingegangen. In der Klinik wiederum ist dieses Werk isoliert auch kein sinnvolles Lehrbuch. Am ehesten ist es eine gute Ergänzung für interessierte Studierende, die ihr Verständnis für die Entstehung und Aufrechterhaltung verschiedener Krankheiten, insbesondere in der Inneren Medizin, vertiefen wollen.

Inhalt

Der Taschenatlas ist in 10 Kapitel gegliedert, die grob denen des Taschenatlas der Physiologie entsprechen. Nach einer kurzen Übersicht werden dann auf ein bis zwei Doppelseiten in Text und Bild die häufigsten Pathologie erklärt (beispielsweise: Magen, Darm, Leber: Übelkeit, Erbrechen, Gastritis, Ulkus,…).

Didaktik

Auch der Taschenatlas der Pathophysiologie folgt dem Erfolgskonzept anderer Silbernagl-Bücher: Dichter Text und viele, viele Abbildungen. Jedem Thema sind ein bis zwei Doppelseiten gewidmet, wobei links der Text, rechts bunte Abbildungen zu finden sind. Dadurch bekommt man schnell einen guten Überblick. Die Physiologie vor allem durch sinnvolle Abbildungen und Flussschemata zu vermitteln, ist auch bei der Pathophysiologie erfolgreich. Dem Platz und der Übersichtlichkeit geschuldet werden auch viele Abkürzungen verwendet, was vor allem für Studierende in den niedrigeren Semestern eine kleine Hürde darstellen könnte. Wichtige Begriffe sind fettgedruckt und ermöglichen eine schnellere Orientierung im Text. Die farbcodierte Gliederung ermöglichen eine schnelle Orientierung.

Aufbau

Der Taschenatlas ist in die 10 folgenden Kapitel gegliedert und handelt anhand der üblichen thematischen Aufteilung der Physiologie die relevantesten Pathophysiologien ab:

– Grundlagen

– Temperatur, Energie

– Blut

– Atmung, Säure-Basen-Haushalt

– Niere, Salz-Wasser-Haushalt

– Magen, Darm, Leber

– Herz und Kreislauf

– Stoffwechsel, Fetthaushalt

– Hormone

– Nervensystem, Muskel, Sinne

Relevanz für Tübinger Studium

Für das Tübinger Studium ist das Buch nicht notwendig. In der Vorklinik werden die klinischen Bezüge ausreichend durch die Lehre in der Physiologie hergestellt und oberflächliche klinische Aspekte auch in den Standardwerken der Physiologie erklärt. In der Klinik ist das Buch nicht für das Lernen auf Prüfungen der Pathologie geeignet, hier werden deutlich andere Schwerpunkte gelegt und die Themen sehr abweichend gegliedert. Für die sehr motivierten Studierenden kann der Taschenatlas jedoch eine tolle Ergänzung zum Lernen der Inneren Medizin darstellen, da er die den Erkrankungen zugrunde liegenden Pathomechanismen tiefgehend, detailliert und verständlich erklärt. Hier besteht die Chance tieferes Verständnis der Erkrankungen.

Fazit

Die Stärke des Taschenatlas Pathophysiologie sind in gewohnter Manier vor allem die zahlreichen Abbildungen, die schnell Übersicht und Verständnis schaffen. Die Zielgruppe des Buches ist allerdings nicht ganz klar und ist wahrscheinlich eher eine sehr motivierte Studierendenschaft.


Genre: Pathophysiologie
Illustrated by Thieme