Vor dem Studium

Infos über den Studiengang, die Studienentscheidung, den TMS und die Bewerbung.

Studiengang

Das Medizinstudium gliedert sich in drei Abschnitte:

Die Vorklinik (4 Semester), die Klinik (6 Semester) und das Praktische Jahr (momentan 3 Tertiale).

Regelhaft dauert das Studium folglich 12 Semester. Auf jeden Abschnitt folgt ein Staatsexamen, sodass wir Medizinstudenten nach derzeitigem Stand 3 solcher Prüfungen absolvieren müssen, bevor wir „echte“ Ärzte sind und uns unserer Facharztausbildung widmen dürfen. Weil das erste Staatsexamen (M1) als die größte Hürde angesehen wird, die es in unserer Ausbildung zu nehmen gilt, werden Studenten anschließend bereits als „cand. med“ (candidatus medicinae) bezeichnet; als echte „Kandidaten“ für den Arztberuf.
(Wer sich für universitäre Titel und ihre Abkürzungen interessiert: Thieme – universitäre Titel in Medizin)

Grundsätzlich sind die Inhalte des Medizinstudiums in der ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO) ÄApprO 2002 festgelegt und somit für ganz Deutschland einheitlich. Es gibt eine Reihe von sogenannten Modell- oder Reformstudiengängen, die diese Inhalte neu-strukturiert lehren. Tübingen ist jedoch ein traditioneller Regelstudiengang.

Grundsätzlich gilt auch, dass die Vorklinik die medizinrelevanten Grundlagen legt, auf welche die Klinik, dann aufbauen kann. So beschäftigt man sich vorklinisch viel mit den verschiedenen Naturwissenschaften, mit den grundlegenden anatomischen Begebenheiten und damit, wie der Mensch funktioniert, wenn er gesund ist. Die Klinik behandelt anschließend Krankheiten und Möglichkeiten der ärztlichen Intervention, indem sie die verschiedenen klinischen Fachbereiche vorstellt.

Während an der Uni vermehrt theoretisches Wissen vermittelt wird, gibt es Praktika verschiedensten Art, die den Studenten in den Semesterferien einen Blick in die Praxis werfen lassen: Wichtig hierbei sind 3 Monate Krankenpflegepraktikum in der Vorklinik, 4 Monate Famulaturen in der Klinik und natürlich das ganze PJ. Darum heißt es ja „praktisches“ Jahr.

Aber auch während des Semesters ist man vor allem im zweiten Studienabschnitt bereits immer wieder in der Klinik unterwegs: Es gibt Kurse, in denen man Untersuchungsmethoden lernen soll, ein ganzes Semester Wochenpraktika, Wahlfächer, HIWI-Stellen, chirurgische Naht- und Sono-Kurse….

Die meisten unserer Lehrveranstaltungen sind von der ÄAppO vorgegeben, ergo verpflichtend, was zu dem Phänomen führt, welches man landläufig als „Verschulung“ bezeichnet. Die Medizin ist ein sehr verschulter Studiengang, der aus rein organisatorischen Gründen wenig zeitliche Freiräume bietet, und aufgrund der vielen verpflichtenden Scheine, die es abzuarbeiten gilt, wenig Zeit für inhaltliche Freiräume lässt. Auch dies ist ein Punkt, den es bei der Studienwahl zu bedenken gibt. Ihr werdet euch zu keinem Zeitpunkt (außer aus schwerwiegenden Gründen wie Krankheit, Schwangerschaft etc.) euren Stundenplan selbst zusammenstellen. Inhaltlich nicht und terminlich auch nicht. Dies kann man als Vor- oder Nachteil verstehen, entscheidet selbst.

Ein wichtiger Teil des Studiums für viele Medizinstudenten ist ihre Doktorarbeit. Diese kann in jeder Disziplin der medizinischen Fakultät von Medizinethik bis Kardiologie geschrieben werden und beschäftigt die meisten, die sich dafür entscheiden, ab dem 1./2. klinischen Semester mehrere Jahre lang. Entsprechend stellen sich auf diese Weise manche Weichen und es wird so manches Interesse geweckt. Wichtig hierbei ist, dass alles kann, aber nichts muss. Umfang, Inhalt und auch die Frage, ob überhaupt ein Dr., kann von jedem Studierenden selbst entschieden werden!

Für mehr Details zu den einzelnen Themen, klickt euch doch einfach durch unsere Website und insbesondere den Reiter Studium.

 

 

 

 

Studienentscheidung

Zuerst einmal: Alles wird gut. Ihr wollt studieren, ihr dürft studieren und nun geht es nur noch um die Frage: was eigentlich? Da gibt es doch fast nur richtige EntscheidungenJ.

Wie aber die ‚allerrichtigste‘ finden? Eine Möglichkeit, sich Denkanstöße zu holen, sind Online-Portale.

https://www.uni-oldenburg.de/dezernat3/zsb/newsletter0/berufsqualifizierte01/tools/
http://www.studieninfo-bw.de
http://www.was-studiere-ich.de/
Wer ein wenig mehr Zeit hat, kann in Tübingen auch ein „Studium generale“ machen. http://www.leibniz-kolleg.uni-tuebingen.de/

Eine andere Möglichkeit ist der Kontakt zu Menschen, die euch kennen. Lehrer, Freunde und Familie wissen, wer ihr seid, und können euch oft ganz gut einschätzen. Lasst euch evaluieren.

Seid ehrlich zu euch selbst. Ein Studium mit tollen Berufsaussichten wie die Medizin, das euch nur leider nicht interessiert oder dem ihr nicht gewachsen seid, weil eure Stärken anderswo liegen, bringt niemanden weiter. Am allerwenigsten euch. Medizin ist eine tolle Sache, das Studium leider nicht immer, und darum ist es wichtig, dass ihr genau dieses Fach zumindest ausprobieren WOLLT. Seid ihr euch relativ sicher, bietet es sich an den Kontakt zu Menschen und Institutionen zu suchen, die das tun, was ihr euch überlegt zu erlernen. Das weiß auch die Uni und stellt deshalb eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, die euch ins Medizin-Studium schnuppern lassen. s.u.

Ansonsten: Fragt Freunde und Bekannte, die im Gesundheitswesen tätig sind, lasst euch einen Termin bei eurem Hausarzt oder Gynäkologen geben und interviewt ihn. Macht einen Teil eures Pflegepraktikums schon vor dem Studium (ist ohnehin zu empfehlen, dann wird die Vorklinik entspannter) oder lasst euch etwas ganz anderes einfallen. Ärzte gibt es überall. Wenn ihr Fragen habt, die ihr anders nicht loswerdet, könnt ihr auch uns mailen.

Im Zweifel: Einfach einmal einschreiben und anfangen. Wenn euer Studiengang gar nicht zu euch passt, merkt ihr das, und ihr könnt immer noch einmal wechseln.

Studieninteressierte

Studientag
Das Akademische Beratungszentrum (ABZ) der Universität Tübingen veranstaltet jedes Semester einen Studientag vorwiegend für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Gymnasien in Baden-Württemberg. Die Studienfachberatung der Medizinischen Fakultät, Dozenten und auch Studierende stehen dir an diesem Tag zur Beanwortung deiner Fragen zum Studiengang Humanmedizin zur Verfügung.
Infos zum Ablauf und zum Programm gibt es hier.

Schnupperstudium
Wer einfach mal in die Vorlesung kommen und mit Studenten reden und sich informieren möchte ist dazu herzlich eingeladen. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Studienfachberatung
Bei speziellen Fragestellung zum Humanmedizinstudium in Tübingen steht euch die Studienfachberatung zur Verfügung.

Medizinertest TMS

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) ist ein fachspezifischer Studierfähigkeitstest, der das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Sachverhalte prüft. Der aus 9 verschiedenen Untertests bestehende Test misst, wie gut der Testteilnehmer in Fachtexten, Tabellen, Grafiken und Diagrammen enthaltene Informationen erfassen und interpretieren kann. Außerdem prüft der TMS das Vorhandensein von grundlegenden mathematisch-logischen Fähigkeiten. Für die Bearbeitung der Aufgaben ist kein naturwissenschaftliches Faktenwissen erforderlich, obwohl Vorwissen hilfreich sein kann. Was sich auf jeden Fall lohnt, ist sich mit der Art der Aufgabenstellung bereits vor dem Test vertraut zu machen: Infos zum Test
Bis auf den Untertest „Sorgfältiges und konzentriertes Arbeiten“ ist der gesamte Test als Mehrfachauswahltest (Multiple Choice) konzipiert, d. h., von 5 Antwortmöglichkeiten ist stets nur eine richtig. Zur Weiterentwicklung des TMS sind in fast allen Untertests Aufgaben enthalten, die nicht in die Wertung miteinfließen. Es wird aber nicht bekannt gegeben, welche dies sind.
Der Test kann pro Jahr an derzeit 45 Testorten ablegt werden (Stand: November 2016). Er darf nicht wiederholt werden; das Testergebnis behält dauerhafte Gültigkeit.
Die Testteilnahme ist derzeit nicht verbindlich. Das Testergebnis wird aber im Auswahlverfahren der Hochschulen neben anderen Kriterien gewichtet angerechnet.
Genauere Informationen zum Medizinertest gibts hier.

Die Bewerbung

Bewerbung zum ersten Fachsemester
Die Studienplätze für Studienanfänger im Studium der Humanmedizin werden über die ZVS (Zentrale Vergabestelle Studienplätze) folgendermaßen verteilt:
20 % über Abiturbestnote
20 % über Wartezeit
60 % anhand der Auswahlverfahren der Hochschulen
Die Zentrale Vergabestelle von Studienplätzen (ZVS)
Die Bewerbung bei der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze ist fristgerecht vorzunehmen. Sämtliche Termine, Unterlagen, Regeln, NC (Numerus Clausus) usw. findest du auf der Homepage der ZVS.
http://www.hochschulstart.de/
Dekanat MFT

Auswahlverfahren
Wer am Auswahlverfahren der Universität Tübingen teilnehmen möchte, bewirbt sich ebenfalls über die ZVS.
In das Auswahlverfahren für Tübingen kommt man nur, wenn Tübingen als 1. Priorität bei der Bewerbung über die ZVS angegeben wurde.
In Tübingen gibt es folgende Möglichkeiten, die Chancen auf einen Studienplatz mit einem Bonus zu verbessern:
1. Medizinertest-Bonus
2. Wettbewerbsbonus
3.Berufsbonus
Genaueres zum Auswahlverfahren der Hochschulen in Tübingen gibt es bei der ZVS

Losverfahren – nur für das 1. Fachsemester möglich
Einen Studienplatz bekommt man unter Umständen auch über das Losverfahren der Universität Tübingen. Regelungen und Termine findest du hier und auf http://www.hochschulstart.de

Info


Sitzungen:
Jeden Montag im Semester um 19:30 Uhr
E-Mail:
info@fachschaftmedizin.de
Telefon:
+49 (0) 7071 / 29 77415
Adresse:
Gebäude 650 (Lehr- und Lerngebäude) Elfriede-Aulhorn-Str. 10, 72076 Tübingen
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